Geschmacks-veränderungen

Beschwerden lindern

Wenn vieles nicht mehr schmeckt wie früher

Auch Geschmacksveränderungen treten häufig auf, sie sind vor allem eine Nebenwirkung der Chemotherapie. Je nach Alter fällt es Kindern schwer, diese Veränderungen im Geschmack zu benennen, meist hören sie einfach auf, bestimmte Lebensmittel oder ganze Lebensmittelgruppen zu essen. Dies ändert sich in den allermeisten Fällen auch wieder, spätestens, wenn die Therapie abgeschlossen ist! Aber solange kann es ein ziemlich frustrierender Zustand sein, wenn vieles nicht mehr schmeckt wie früher. 

Die Vielfalt der Geschmacksstörungen ist sehr groß, es kann das ganze Geschmacksempfinden betroffen sein oder einzelne Geschmacksrichtungen wie süß, salzig, sauer oder bitter; manches schmeckt intensiver, manches weniger stark oder nach gar nichts mehr, manches hat plötzlich sogar einen ganz anderen Geschmack – häufig und besonders als unangenehm wird beschrieben, wenn das Essen bitter oder metallisch schmeckt. Dies betrifft vor allem eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch, die demzufolge seltener verzehrt werden. 

Geschmacksstörungen können zwar nicht beseitigt werden, aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, um das subjektive Geschmacksempfinden positiv zu beeinflussen bzw. als unangenehm empfundene Lebensmittel mit gleichwertigen zu ersetzen. Ziel sollte es immer sein, den Genuss am Essen zu bewahren und Alternativen zu finden, um Ihr Kind mit genügend Energie und Nährstoffen zu versorgen und den Körper möglichst fit zu halten für die Therapie. 




Unsere Tipps

  1. Das Wichtigste: Ihr Kind sollte keine Lebensmittel essen oder angeboten bekommen, die ihm oder ihr gerade nicht schmecken. Auch hier zählt jetzt: Das, was Appetit macht und schmeckt, ist richtig!
  2. Wenn Sie selber kochen: Trauen Sie sich, neue Rezepte auszuprobieren oder auch mal mit bekannten Gewürzen zu spielen, mit Gewürzmengen zu experimentieren oder auch mal gar nicht würzen. 
  3. Bieten Sie Gerichte an, die gut riechen.
  4. Richten Sie das Essen liebevoll und ansprechend an – je nach Alter des Kindes durch besondere Formen oder auch Farben (buntes Gemüse) und Kräuter.
  5. Bieten Sie Ihrem Kind die Lebensmittel von der Liste an (siehe unten) bzw. fragen Sie explizit nach diesen Lebensmitteln im Krankenhaus. 
  6. Oft hilft es, den Mund vor dem oder auch während des Essens zu spülen, um unangenehme Geschmäcker zu neutralisieren (z.B. mit Zitronenwasser oder Pfefferminztee oder auch Bitter Lemon).
  7. Wenn Ihr Kind über bitteren oder metallischen Nachgeschmack klagt, probieren Sie es mal mit Plastik- oder Holzbesteck.

 

Ernährungsziele bei Geschmacksveränderungen

möglichst nicht die Lust am Essen verlieren

genügend Energie und Nährstoffe für den Körper

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