Übelkeit

Beschwerden lindern

Wenn Übelkeit und Erbrechen das Essen erschweren

Auch Übelkeit und Erbrechen gehören zu den häufigen und sehr belastenden Nebenwirkungen der Erkrankung bzw. Therapie. Sie können einzeln oder zusammen auftreten. Oft möchten die Kinder dann überhaupt nichts mehr essen und trinken. Dies ist zum einen sehr kräftezehrend für Ihr Kind, weil durch die fehlende Nahrung auch Energie und Nährstoffe fehlen; zum anderen fehlt Ihrem Kind bei häufigem Erbrechen auch Flüssigkeit. Und: Wenn die Lust auf und die Freude am Essen verloren gehen, wird auch dies zumeist als sehr belastend empfunden. 

Die Behandlung von Übelkeit und Erbrechen ist vielgestaltig. Wir haben Ihnen einige Ernährungstipps zusammengestellt, die Ihrem Kind gegen Übelkeit und Erbrechen helfen können und somit Flüssigkeits- und Nährstoffmangel entgegenwirken. Zusätzlich gibt es inzwischen zum Glück zahlreiche Medikamente, die auf sehr effiziente und verträgliche Weise Linderung verschaffen können – sowohl bei akuten Beschwerden, als auch vorbeugend. Sprechen Sie also auf jeden Fall auch mit dem Behandlungsteam über diese Beschwerden .



Unsere Tipps

  1. Auch hier gilt: Ihr Kind sollte essen, worauf es am ehesten Appetit hat. Eine vielseitige und ausgewogene Ernährung ist jetzt zweitrangig – jede Kalorie zählt. Manche Kinder möchten in dieser Phase / bei diesen Beschwerden nur ein einziges Lebensmittel essen – und das zu allen Mahlzeiten, und sogar mehrere Tage lang. Auch dies ist völlig in Ordnung. Unterstützen Sie Ihr Kind – es ist toll, dass es überhaupt bereit ist, zu essen. 
  2. Ihr Kind sollte über den Tag verteilt und in kleinen Schlucken möglichst viel trinken. Vielleicht auch aus einer kleinen Flasche oder mit einem Strohhalm. Als angenehm werden meist kalte Getränke empfunden. Wenn das Trinken insgesamt schwer fällt,  kann Ihr Kind auch Wassereis (siehe Rezept) oder Eiswürfel lutschen. Bei häufigem oder starkem Erbrechen unbedingt in der Klinik vorstellig werden! Dort kann Ihr Kind z.B. auch eine Elektrolytlösung oder isotone Getränke bekommen. 
  3. Lassen Sie Ihrem Kind Zeit fürs Essen und Trinken und seien Sie flexibel bei der Art, Menge und Einteilung der Mahlzeiten. Oft hilft es, kleine Mengen zu essen, dafür aber häufiger.
  4. Kühle, leicht gewürzte Speisen sowie trockene, stärkehaltige Nahrungsmittel (Zwieback, Kräcker, Toast) werden oft besser vertragen als süße und fetthaltige Speisen.
  5. Bieten Sie Ihrem Kind die Lebensmittel von der Liste an (siehe unten) bzw. fragen Sie explizit nach diesen Lebensmitteln im Krankenhaus. 
  6. Oft werden Essensgerüche als sehr unangenehm empfunden. Versuchen Sie diese zu minimieren (z.B. durch Lüften) oder zu überdecken (z.B. mit Duftkerzen) und wählen Sie, sollten Sie selber kochen, möglichst Lebensmittel mit wenig Eigengeruch und Eigengeschmack. Nehmen Sie in der Klinik die Essenshaube ab, bevor Sie das Tablett Ihrem Kind servieren.
  7. Kurz vor und während der Chemotherapie können Übelkeit und Erbrechen verstärkt auftreten. Manchen Patienten hilft es, während dieser Zeit eher leichte oder sogar flüssige Kost, wie Suppen, Shakes und Smoothies zu sich zu nehmen.

 

Ernährungsziele bei Übelkeit

genügend Nährstoffe aufnehmen

Flüssigkeitsmangel entegenwirken

Übelkeit lindern

Unsere Einkaufsliste für Sie

  •       Salzstangen, Salzbrezeln
  •       Cracker, Grissini
  •       Löffelbiskuit, Butterkekse, Anisschnitten
  •       Zwieback, Knäckebrot
  •       Banane, Kompott
  •       Trockenobst
  •       Nüsse
  •       Naturjoghurt
  •       Wassereis, Zitronensorbet
  •       Zitronenbonbons, saure Drops
  •       Leicht gesüßter Tee (z.B. Fenchel, Kamille)



  •       Frischer Ingwer
  •       Ingwer-Bonbons
  •       Kandierter Ingwer
  •       Ingwer Tee (aus frischem Ingwer oder als Teebeutel)

 

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